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DHLM trotzt dem Eifelwetter: Griesemann feiern sieg am Nürburgring

Die neu gegründete Deutsche Historische Langstreckenmeisterschaft (DHLM) machte im Rahmen der ADAC RAVENOL 24h Nürburg Station für ihren zweiten Saisonlauf. Bei zunächst trockenen Bedingungen gingen die historischen Rennfahrzeuge in drei Startgruppen auf die dreistündige Distanz. Nach einer verregneten Qualifikation sicherten sich Michael Tischner und Heiko Tögnes im BMW M3 #46 überraschend die Pole Position.

Porsche-Duelle prägen die Anfangsphase

Schon kurz nach dem Start mussten die Pole-Setter jedoch die deutlich leistungsstärkeren Porsche-Modelle ziehen lassen. An der Spitze etablierten sich früh die Griesemann-Brüder im Porsche #911, die schnell ihre Favoritenrolle untermauerten. Dahinter lieferten sich die Porsche-Fahrzeuge #487 und #511 ein intensives Duell, während Ralf Schall im Mercedes 190E Evo #516 den Anschluss an die Spitzengruppe hielt.

Für zusätzliche Spannung sorgte Michael Funke im Porsche 911 RSR IMSA #501. Vom letzten Startplatz der ersten Gruppe gestartet, kämpfte er sich eindrucksvoll durchs Feld und übernahm bereits in Runde vier die Gesamtführung. Weniger Glück hatte dagegen Volker Strycek, dessen Opel Manta B #561 früh mit einem Defekt an der Kardanwelle ausrollte.

Regen und Hagel bringen das Feld durcheinander

Nach der ersten Rennstunde änderte sich das Bild schlagartig. Typisches Eifelwetter zog über die Nordschleife und sorgte zunächst im Bereich Flugplatz und Aremberg für Regen, wenig später sogar für Hagel. Während einige Teams auf Slicks draußen blieben, entschieden sich andere frühzeitig für den Wechsel auf Regenreifen – eine Entscheidung mit großer Wirkung auf das Klassement.

Vor allem Ralf Schall profitierte von den schwierigen Bedingungen. Im Mercedes 190E Evo #516 arbeitete er sich Runde um Runde nach vorne und lag zwischenzeitlich sogar an der Spitze des Gesamtfeldes. Die wechselnden Wetterbedingungen und unterschiedliche Boxenstrategien sorgten bis in die Schlussphase hinein für ein völlig offenes Rennen.

Spannender Schlusssprint bis zur letzten Runde

In der finalen Rennstunde spitzte sich der Kampf um den Gesamtsieg weiter zu. Nach den letzten Pflichtstopps lagen die Griesemann-Brüder im Porsche #911 wieder vorne, dicht verfolgt von Ralf Schall im Mercedes #516. Dahinter verteidigten Heiko Hammel und Jürgen Rudolph im Porsche #487 Rang drei gegen den Porsche #511.

Kurz vor Rennende wurde es noch einmal dramatisch: Georg Griesemann musste in der letzten Runde mit stark abbauenden Reifen kämpfen und das Fahrzeug auf der teilweise noch nassen Strecke kontrollieren. Trotz des hohen Drucks brachte er den Porsche sicher ins Ziel.

Erlösender Sieg nach vier Ausfällen in Serie

Mit einer fehlerfreien Leistung unter schwierigsten Bedingungen sicherten sich Björn und Georg Griesemann im eFuel-betriebenen Porsche 911 RSR ihren ersten DHLM-Sieg – und beendeten gleichzeitig eine Serie von vier Ausfällen in Folge. Platz zwei ging an Ralf Schall im Mercedes 190E Evo #516, während Jürgen Rudolph und Heiko Hammel im Porsche #487 das Podium komplettierten.