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Großer Preis der Tourenwagen

Die zweite Hälfte der 1960er- und die erste Hälfte der 1970er-Jahre markieren die goldene Ära des Tourenwagensports. In dieser Zeit lieferten sich Alfa Romeo, Ford und BMW legendäre Duelle um Siege und Meisterschaften. Tourenwagen waren in Deutschland die klassische Einstiegsdisziplin für ambitionierte Nachwuchsfahrer auf dem Weg zur internationalen Karriere. Namen wie Jochen Mass, Hans-Joachim Stuck, Hans Heyer oder Klaus Ludwig sammelten ihre ersten prägenden Rennerfahrungen im geschlossenen Cockpit, lange bevor sie auf den großen Bühnen des Motorsports glänzten.

Neben den beiden Läufen zur DHLM, ist der „Große Preis der Tourenwagen“ das dritte 3-Stunden-Rennen auf der Nürburgring Gesamtstrecke und damit ein weiteres Highlight im ADAC-1000km-Rennwochenende vom 18.-20. September 2026.

Historie geprägt von grossen Namen

Auch auf europäischer Ebene war das Niveau außergewöhnlich hoch. In der Tourenwagen-Europameisterschaft trafen die deutschen Nachwuchstalente auf gestandene nationale und internationale Größen wie Toine Hezemans, Dieter Glemser, Gian Luigi Picchi, Dieter Quester oder Carlo Facetti. Hinzu kamen Formel-1-Piloten bis hin zu amtierenden oder künftigen Weltmeistern wie Jackie Stewart und Niki Lauda – ein Teilnehmerfeld, das Motorsportgeschichte schrieb.

Ikonen auf vier Rädern

An den Start gehen Fahrzeuge, die bis heute als Sinnbild dieser Epoche gelten: Ford Escort und Ford Capri, Alfa Romeo GTAM, BMW 2002 oder der legendäre BMW 3.0 CSL. Diese automobilen Ikonen garantieren ein eigenständiges, hochklassiges und emotionales Starterfeld, das die Vielfalt und den Charakter der damaligen Tourenwagen-Ära authentisch widerspiegelt.

Rückkehr eines Klassikers an historischer Stätte

Der Große Preis der Tourenwagen auf der Nürburgring-Nordschleife war in jenen Jahren ein fester Bestandteil der Tourenwagen-Europameisterschaft. In bewusster Hommage an diese Tradition wird im September 2026 im Rahmen des ADAC 1000-km-Rennens erstmals wieder ein reines Tourenwagen-Rennen für Fahrzeuge der Baujahre 1962 bis 1975 ausgetragen. Geplant ist ein dreistündiges Rennen für Anhang-K-Fahrzeuge, das Startfeld ist in drei Divisionen unterteilt – eine konsequente Rückbesinnung auf historischen Motorsport in seiner reinsten Form.